

Schmutziger Donnerstag in Rheinfelden: Häufig gingen die Jeisi-Migger in den 50-er Jahren am «Schmutzigen Donnerstag» aufs Land, um vor der Fasnacht eine «Probe» abzuhalten. Diese Kostüme dürften auch an der Fasnacht Verwendung gefunden haben, da traditionell Charivari getragen wurde.
Fasnachtsdienstag: Dienstags gab es keine Strassenfasnacht, ausser für Kinder am Nachmittag. Ab 21 Uhr war auf den Strassen Ruhe einzuhalten. Daher spielte die Jeisi-Migger Guggemuusig ab diesem Zeitpunkt in Kneipen und Restaurants der Innenstadt des Gross- und Kleinbasels bei sog. geschlossenen Anlässen. Bis um 4 Uhr morgens! Jedes Jahr turnusgemäss in einem anderen Lokal.

Die Jeisi-Migger als «Fasnachtsdienstags-Institution» inspirierte auch Künstler: Zeitgenössische Darstellung der Jeisi-Migger-Formation am Fasnachts-Dienstag. Litho mit Signatur «Kälin 1959».
Ab 1957 wurden erstmals die zwei ersten Bummelsonntage für Guggenmusiken erlaubt

wovon die Jeisi-Migger sofort Gebrauch machten. Seither sind sie jeden zweiten Bummelsonntag mit Frack und Zylinder unterwegs. Dies schien damals derart beindruckend gewesen zu sein, dass in den folgenden Jahren meist nur Bilder von den Bummel erhalten geblieben sind, derweil Bilder vom Fasnachtsdienstag fehlen.